Über uns
Seit seiner Gründung stand das Armes Theater e.V. für eine Form von Kunst, die mehr sein will als bloße Unterhaltung — für Theater, das berührt, bewegt und Brücken baut. Als gemeinnütziger freier Theaterverein in Chemnitz haben wir uns einem Publikum gewidmet, dem die Off-Theater-Szene oft zu wenig Raum schenkt: Kindern, Jugendlichen und Familien, die im Theater nicht nur Zuschauer sein wollen, sondern echte Begegnung suchen.
Verwurzelt in Chemnitz, offen für Europa
Unser Zuhause war die Schönherrstraße 8 im Herzen von Chemnitz — ein Ort, der für uns weit mehr als eine Adresse war. Hier entstand unter der künstlerischen Leitung von Liane Günther ein lebendiger Spielort, der die freie Theaterszene der Stadt mitgeprägt hat. Mit dem Festival Spinning Jenny brachten wir experimentelles, gesellschaftlich relevantes Theater in die Stadt und schufen eine Plattform für Begegnung zwischen Künstlerinnen, Künstlern und Publikum.
Doch das Armes Theater blickte stets über die Stadtgrenzen hinaus. Als Teil europäischer Theaterprojekte arbeiteten wir mit renommierten Ensembles zusammen, darunter das Theater Thikwa und das Theater RambaZamba aus Berlin — zwei Vorreiter des inklusiven Theaters in Deutschland. Diese Zusammenarbeit hat uns geprägt und unser Verständnis von Theater als sozialem Ort nachhaltig vertieft.
Theater für alle — inklusive und sozial engagiert
Junges Publikum im Mittelpunkt
Das Armes Theater e.V. richtete seine Arbeit vorrangig an ein junges Publikum. Wir glaubten daran, dass Theater kein Luxus ist, sondern ein Grundbedürfnis — besonders für Kinder und Jugendliche, die in Kunst und Spiel sich selbst und die Welt neu entdecken können. Unsere Produktionen wollten nicht belehren, sondern einladen: zum Staunen, Fragen, Mitfühlen.
Inklusion als künstlerische Haltung
Inklusion war für uns keine Randnotiz im Programm, sondern eine künstlerische Grundhaltung. Wir haben Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam auf die Bühne gebracht, nicht als Statement, sondern weil gute Kunst aus Vielfalt entsteht. Die Zusammenarbeit mit Ensembles wie Thikwa und RambaZamba zeigte uns: Theater kann Barrieren sichtbar machen — und sie überwinden.
Gemeinnützig, engagiert, unabhängig
Als eingetragener Verein war das Armes Theater e.V. stets auf das Engagement seiner Mitglieder, Förderer und des Publikums angewiesen. Diese Unabhängigkeit war unsere Stärke: Sie gab uns die Freiheit, Themen anzugehen, die anderswo keinen Platz fanden. Freies Theater bedeutete für uns nicht nur freie Wahl der Inhalte — sondern auch Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft, in der wir lebten und wirkten.