Armestheater

Ensemble

Hinter jeder Vorstellung steht ein Team, das Theater nicht nur als Kunstform, sondern als Haltung begreift. Das Ensemble des Armes Theater e.V. vereint Menschen, die gemeinsam für ein Theater eintreten, das berührt, einbezieht und bewegt – auf und abseits der Bühne.

Künstlerische Leitung: Liane Günther

Im Mittelpunkt des künstlerischen Lebens von Armes Theater steht Liane Günther. Als Gründerin und künstlerische Leiterin des Vereins hat sie die inhaltliche und ästhetische Ausrichtung des Hauses maßgeblich geprägt. Ihr Ansatz verbindet professionelles Theaterhandwerk mit einem tiefen Verständnis für gesellschaftliche Verantwortung – insbesondere gegenüber jungen und sozial benachteiligten Menschen.

Liane Günthers Arbeit ist geprägt von der Überzeugung, dass Theater für alle da sein muss. Unter ihrer Leitung entstanden Produktionen, die keine glatte Unterhaltung anstrebten, sondern echte Begegnung: zwischen Figuren auf der Bühne, zwischen Ensemble und Publikum, zwischen Kunst und Wirklichkeit.

Das Ensemble

Die Künstlerinnen und Künstler des Armes Theater bringen unterschiedliche Biographien, Fähigkeiten und Perspektiven mit – und genau darin liegt die Stärke des Ensembles. Ob Schauspieler, Musiker, Regisseure oder Pädagogen: Hier arbeiten Menschen zusammen, denen Inklusion keine Pflichtübung ist, sondern gelebte Praxis.

Zusammenarbeit mit anderen Ensembles

Armes Theater hat sich im Laufe der Jahre als verlässlicher Partner in der europäischen freien Theaterszene etabliert. Besonders bedeutsam ist die Zusammenarbeit mit renommierten inklusiven Ensembles wie dem Berliner Theater Thikwa – seit 1990 ein Vorreiter für gemeinsames künstlerisches Schaffen von Menschen mit und ohne Behinderung – sowie dem RambaZamba Theater, das als eines der bedeutendsten inklusiven Theater Deutschlands gilt.

Diese Partnerschaften haben das Ensemble geprägt und zu Produktionen geführt, die weit über Chemnitz hinaus Aufmerksamkeit gefunden haben.

Gemeinsam stark in der Off-Theater-Szene

Als Teil der freien Theaterszene in Chemnitz arbeitet das Ensemble unter bewusst bescheidenen materiellen Bedingungen – mit desto größerem künstlerischen Anspruch. Die Schönherrstraße 8 war kein Stadttheater mit großem Apparat, sondern ein Ort, an dem Nähe entsteht: zum Stück, zur Idee, zu den Menschen im Zuschauerraum.

Dieses Ensemble hat bewiesen, dass freies Theater keine Kompromissform ist – sondern oft die ehrlichste.